Obwohl in manchen Regionen des Landes das öffentliche Leben vergleichsweise normal funktioniert, gehört der Krieg zum Alltag aller Menschen. Luftalarm, Stromausfälle und Sorge um die Angehörigen an der Front prägen ihr Leben.
In anderen Regionen ist die Lage desaströs. Es kommt immer wieder zu Raketen- und Drohnenangriffen. Städte sind weitgehend zerstört. Viele Familien sind bereits geflüchtet, anderen Fehlen die Mittel für einen Neuanfang.
Landwirtschaft, Industrie und Infrastruktur sind teilweise beeinträchtigt. Die Gesundheitsversorgung steht unter hohem Druck. Zahlreiche Menschen haben ihre Arbeit verloren, ihre Häuser und Wohnungen wurden zerstört oder beschädigt, sie leben teilweise in Notunterkünften. 10 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Die psychische Belastung ist für alle enorm. Kinder wachsen im Krieg auf, Luftalarme und Explosionen gehören für sie zum Alltag.
Die Zustände an der mehrere hundert Kilometer langen Front gehören zu den härtesten militärischen Situationen der Gegenwart. Soldaten verharren Tage oder Wochen in Schützengräben oder improvisierten Unterständen. Die Bedingungen sind geprägt von Kälte, Schlafmangel, schwieriger Hygienesituation und mangelnder Versorgung.
